Haben Sie schon einmal flüssiges Eisen bei 1350 °C gesehen? Es ist nicht rot, sondern strahlend weiß wie der Kern der Sonne. Die Funken, die beim Gießen aufsteigen, können Brandspuren auf der Stahlplatte hinterlassen – das ist die faszinierendste „Stahlästhetik“ in der Gießerei.
Die „verschwindende Kunst“ der Seifenblasenmodelle
Das Kernprinzip des Feingussverfahrens besteht darin, flüssiges Eisen durch Schaum zu ersetzen: Wir verwenden EPS-Schaum, um das Modell der Schaufelzähne herzustellen, beschichten die Oberfläche mit drei Schichten feuerfestem Material und betten es anschließend in trockenen Sand ein. Beim Eingießen des flüssigen Eisens verdampft der Schaum innerhalb von 0,3 Sekunden und hinterlässt eine Art Vakuum, das vom flüssigen Eisen ausgefüllt wird. Während des gesamten Prozesses ist kein Geräusch von aufeinanderprallenden Formen zu hören, nur das zischende Geräusch des verdampfenden Schaums – wie das „Atmen“ von Stahl.
Der Präzisionscode in den Funken
Die Schutzbrille des Bedieners reflektiert die Flugbahn der Spritzer aus flüssigem Eisen – diese ist nicht zufällig, sondern ein Indikator für die Durchflussrate: Sind die Funken fächerförmig, ist die Durchflussrate optimal; sind sie gerade, muss der Anschnittwinkel angepasst werden. Ein Bediener mit 18 Jahren Erfahrung kann anhand des Funkenbogens eine Änderung der Durchflussrate von 0,1 m/s ablesen.
Die „stille Kraft“ nach dem Abkühlen
Nach dem Eingießen des flüssigen Eisens dauert es 24 Stunden, bis die Temperatur im Sandkasten auf Raumtemperatur absinkt. Beim Öffnen des Sandkastens weist die Oberfläche der Schaufelzähne noch Restwärme und einen matten, metallischen Glanz auf – es handelt sich nicht mehr um flüssiges Eisen, sondern um ein verschleißfestes Bauteil, das Stößen von 50 Tonnen standhält. Dieser Übergang vom Flüssigen zum Festen ist wie eine Art Reifeprozess für Stahl.
Zusammenfassen
Viele Leute betrachten Gießen als eine „raue Industrie“, aber in Yuezhongs Werkstatt ist es eine Kombination aus Temperatur, Präzision und Kunst: Geschmolzenes Eisen bei 1350℃ ist der Stift, das verlorene Schaumverfahren das Papier, und was letztendlich geschrieben wird, ist die „Dauerhaftigkeit“ von technischen Maschinen.